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UniCredit Konferenzzentrum
Kunstlichtplanung

Projekt UniCredit Konferenzzentrum Ort Hamburg
Auftraggeber Hypovereinsbank
Architekt Störmer Murphy and Partners GbR
Fertigstellung 2017 Status Fertiggestellt

Das 1998 von Büro Alsop & Störmer (heute Störmer Murphy and partners) geplante sowie 2011 in den Obergeschossen umgebaute und modernisierte Büro- und Geschäftshaus der UniCredit Bank am Neuen Wall 64 wurde nun in Teilen des Erd- und 1. Obergeschosses um ein unternehmenseigenes Konferenzzentrum ergänzt.
Hauptaufgabe war die Schaffung eines repräsentativen Haupteinganges am neuen Wall mit Empfangs- und Foyerbereich.
Für die Wahrnehmung des neuen Haupteinganges mit Foyer- und Empfangsbereich im Straßenraum wurden Untersuchungen zur Transparenz am Tag in Abhängigkeit von Außenbeleuchtungsstärken und den dadurch entstehenden umliegenden Helligkeiten bzw. Reflexbildern in der Verglasung vorgenommen. Mit dem Einsatz einer reflexarmen Verglasung sowie dem bewußten Einsatz von im Vorfeld sorgfältig ermittelten Leuchtdichten für eine raumhohe Lichtwand konnte der Einblick ins Gebäude geschaffen werden.
Während der großflächige Medienscreen hinter dem Empfangstresen im Foyerbereich für die gewünschte Aufmerksamkeit sorgt, wird er im rückwärtigen Bereich Teil der inszenierten Bewegung in die Tiefe des Raumes.
Der Medienscreen besteht aus einzelnen Rahmenelementen, die mit einem graphischen Gewebe bespannt worden sind.
So entstehen dreidimensionale Lichteffekte, die sich je nach Betrachtungsstandort und/oder Bewegung im Raum verändern. Die einzelnen Lichtpunkte des danieder liegenden flächigen RGBW Lichtsystems sind jedoch nicht ablesbar.
Je nach Nutzung am Tag oder Abend sind verschiedene statische oder dynamische Lichtszenen für den Medienscreen abrufbar.
Die Wandverkleidung aus schwarzen unterschiedlich breiten Glasflächen flankiert den schmalen Raum in beiden Geschossen. Diese werden durch matte Glasflächen und im Erd- geschoss zusätzlich durch Lichtflächen des Medienscreens unterbrochen. Das rhythmische Spiel der verschiedenen Elemente bricht die Länge des Raumes auf.
Die Deckenflächen in beiden Ebenen, ebenso wie der Boden im Erdgeschoss sollen als helle, ruhige und durchlaufende Fläche wahrgenommen werden. Die schwarze Wand dazwischen hebt sich aufgrund der Spiegelung auf und verdoppelt den Raum. LED warm dim Downlights werden frei in der Decke angeordnet. Durch extreme Entblendung der Downlights kann eine Spiegelung auf ein Minimum reduziert werden und so die gewunschte Wahrnehmung des Architekten unterstützen.

Zentrales Gestaltungselement ist eine skulpturale Wendeltreppe mit ovalem Deckenloch und Luftraum, und verbindet die Geschosse nicht nur funktional und räumlich , sondern auch ideell miteinander. Schwenkbare, oval in der Decke angeordnete Einbaudownlights werden gleichmäßig auf die innenseitige Brüstung ausgerichtet und sorgen für eine optimale Inszenierung der Treppenskulptur. Eine in den Handlauf integrierte Beleuchtung mit direkter Lichtverteilung dient der Beleuchtung des Treppenlaufes.

Im 1. Obergeschoss befindet sich um das ovale Deckenloch herum ein Vorbereich zwischen Veranstaltungs- und Konferenzraum. Da insbesondere der Veranstaltungsraum über unzureichend Tageslicht verfügt, wurden Lichtdeckenfelder mit tuneable-white Lichtsystem eingesetzt, die die Möglichkeit bieten, Licht in hoher Intensität und neutralweißer Lichtfarbe in den Raum einzubringen. Kombiniert mit LED warm dim Downlights lässt sich für jede Veranstaltungsart und Tageszeit das richtige Lichtkonzept in vorab programmierten Lichtszenen einstellen.


Empfangs- und Foyerbereich - Klaus Frahm

Empfangs- und Foyerbereich - Klaus Frahm

Empfangstresen - Klaus Frahm

Cafeteria - Klaus Frahm

Wendeltreppe - Klaus Frahm

Konferenzraum - Klaus Frahm

Veranstaltungsraum - Klaus Frahm