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Grundschule Clenze
Tageslicht- und Kunstlichtplanung

Projekt Grundschule Clenze Ort Clenze
Auftraggeber Grundschule Clenze
Architekt ralf pohlmann : architekten
Fertigstellung 2016 Status Fertiggestellt

Als feststand, dass der Grundschule Clenze ein Neubau bevorstand wurde sich ganzheitlich mit einem zukunftsorientierten Schulkonzept auseinandergesetzt, das die typischen Lern- strukturen, in denen Kinder lernen und arbeiten neu interpretiert und die individuellen Bedurfnisse unterstutzt. Eine bunte Arbeitsgruppe aus Schulern, Lehrern, Eltern, Politikern, Schulverwaltung, Architekten und Lichtplanern entwickelte ein, bisher einmaliges padogisches Konzept, in dem der Unterricht nicht in Klassenraumen, sondern in Lernland- schaften stattfindet. Im besonderen Zusammenhang damit steht auch das biologisch wirksame Tages- und Kunstlichtkonzept, das leichteres Lernen und eine erhohte Auf- merksamkeit ermoglicht. Jedem Schuler sollten dadurch gleiche Lernvoraussetzungen gewehrleistet werden.

Auf Basis von aktuellen Forschungen gehen wir heute davon aus, dass der Mensch taglich mindestens drei Stunden lang einen Lichteinfall von mindestens 1000 Lux benotigt, um leistungsfahig zu lernen. Um diese Ergebnisse zu erreichen wurde zunachst darauf geachtet, dass die Tageslichtsituation im Gebaude optimiert wird. In diesem Zusammenhang wurde die vorher geplante Dreifachverglasung der Fenster weitgehend verworfen und nur an der Nordfassade umgesetzt.

Auf Grundlage einer Tageslichtuntersuchung wurde ein konkretes Kunstlichtkonzept entwickelt, bei dem auf die unterschiedlichen Tageslichtsituationen im Raum Rücksicht genommen wurde und in Bezug auf diese, eine "Schwarmstruktur" realisiert, die sich an den Stellen, an denen das Tageslicht weniger Einfluss auf den Raum nimmt, verdichtet und sich an den Fensterfronten, an denen das Tageslicht vorherrschender ist, langsam auflost. Zusatzlich dazu wurde darauf geachtet, dass die verwendete Beleuchtung eine Lichttemperatur von 4000 K erzielt, da diese bei den genutzten Lichtmengen am Tage am ange nehmsten auf den Menschen wirken und eine erfolgreiche Arbeitsatmosphare schaffen.

Die sehr einfache Formgebung des Lichtkorpers wurde durch ein Designelement erganzt, welches, in verschiedene Richtungen gedreht, noch mehr das Anmuten eines "Schwarms" unterstutzt und das Licht zusatzlich an die Decke reflektiert. Dies gibt dem Lichtkonzept noch eine weitere gestalterische Ebene, da zusatzlich jede Lernlandschaft ihre eigene Form, Farbe und Anmutung bekommt.

Das Ergebnis dieses Projektes ist eine dynamisch gestaltete und optimal ausgeleuchtete Lernlandschaft, in der sich Schuler und Lehrer wohlfuhlen und miteinander Lernen und Lehren konnen oder jeder Schuler unter gleichen Lernvoraussetzungen lernen und sich entwickeln kann.


- Rainer Erhard

- Rainer Erhard

- Rainer Erhard

- Rainer Erhard

- Rainer Erhard

- Rainer Erhard

- Rainer Erhard