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Oldendorff Carriers (Emporio Tower)
Tageslicht Kunstlicht

Projekt Oldendorff Carriers (Emporio Tower) Ort Hamburg
Auftraggeber Oldendorff Carriers GmbH
Architekt LA'KET Architekten GmbH
Fertigstellung 2015 Status In Bearbeitung

Dieses Projekt ist für den Deutschen Lichtdesignpreis 2016, der am 12. Mai 2016 in München vergeben wird, in der Kategorie "Büro und Verwaltung" nominiert.

Auszug aus Wikipedia:
"Das Emporio-Hochhaus, vormals Unilever-Haus, ist ein Bürogebäude im Hamburger Viertel Neustadt am Dammtorwall 15. Es wurde von den Architekten Helmut Hentrich und Hubert Petschnigg konzipiert und bis 1964 als deutsche Zentrale für den Unilever-Konzern errichtet.
Mit dem (2012 fertiggestellten) Umbau sollte eine energie- und ressourcenbewusste technische Gebäudeausrüstung die Ökobilanz des Hochhauses verbessern. Angestrebt war eine Reduktion der CO2-Emissionen von zuvor jährlich circa 2750 Tonnen auf circa 1700 Tonnen. Der jährliche Primärenergiebedarf pro Quadratmeter von 158 kWh soll einem CO2-Ausstoß von 40 kg/(m²a) entsprechen. Das Bürogebäude ist vorzertifiziert für das Gütesiegel in Silber der Deutschen Gesellschaft für nachhaltiges Bauen und erhielt das amerikanische Gebäudesiegel Leadership in Energy and Environmental Design (LEED) in Platin."

Oldendorff Carriers beauftragte uns mit der Lichtplanung für die von ihm angemieteten Geschoße 22 und 21.

Den Beginn unserer Planung stellte wieder eine Tageslichtanalyse dar, in deren Ablauf u.a. die Tageslichtquotienten ermittelt wurden. Wir mußten feststellen, daß die 2012 neu aufgebaute Glasfassade eine Lichttransmission von nur 25% aufweist und eine entsprechend geringe Tageslichtversorgung nach sich zieht.
Da unser Auftraggeber und Nutzer eine Büroraumnutzung im Stile eines Großraumes plante, bildeten wir auf der Grundlage der Tageslichtverteilung Zonen, die mit 500 lux (in Fassadennähe) bis 1.000 lux (in der Innenzone) zu planen waren. Unser Konzept sah deckenintegrierte Flächenleuchten vor, die mit warm- und kaltfarbigen LEDs bestückt werden, um über den Tagesverlauf die Helligkeit hinsichtlich Lichtfarbe und Intensität steuern zu können. Außerdem wollten wir auch eine gerichtete Komponente über warmfarbige LED-Einbaudownlights installieren, um die gewünschte "Schönwetter-Lichtstimmung" zu erreichen.

Eine besondere Schwierigkeit stellte zum Einen die Baugenehmigung dar, die Deckenleuchten verbot - die Bürobereiche der bisher ausgebauten Geschoße wurden ausschließlich mit Stehleuchten ausgestattet. Der Grund für diese Restriktion war, daß man von außen keine "hellen Leuchten in der Decke" sehen wollte.
Zum Anderen waren die abgehängten Decken bereits komplett flächig als Kühldecke ausgebildet.
Die Diskussion mit dem Denkmalamt konnten wir mithilfe eines Tages- und Kunstlichtsimulationsmodelles erfolgreich führen, indem wir die Deckenleuchten mit einem Metallgewebe so nach unten abschlossen, daß von außen die Leuchtenleuchtdichte extrem reduziert, von innen jedoch für die Stimulation ausreichend hoch erhalten blieb.

Durch eine ausführliche Berechnung des im Raum wirksamen Restwärmefaktors der LED-Einbauleuchten konnten wir wiederum nachweisen, daß trotz Flächenverluste der Kühldecke und einer deutlich höheren Beleuchtungsstärke der Wärmeeintrag im Raum geringer ausfallen wird im Vergleich zur bisher praktizierten Stehleuchtenlösung. Für die gerichtete Komponente konzipierten wir kompakte Downlighteinheiten, die zwischen den Kühlschlangen angeordnet wurden und somit keine weiteren "Flächenverluste" verursachten.


- Maissa Fall

- Visualisierung La'ket Architekten

- Maissa Fall

- Maissa Fall

- Maissa Fall

Oldendorff Carriers, Hamburg - Maissa Fall

- Raffael Banduch

- Anja Andres

- Anja Andres

- Andres Lichtplanung